Die Young und Open Poems
für das Jahr 2026 stehen fest

Das sind die diesjährigen Young und Open Poems!

In der Lyrikwerkstatt Young Poems können talentierte junge Menschen zwischen 16 und 23 Jahren unter fachkundiger Anleitung eigene Texte besprechen und sich mit anderen Autorinnen und Autoren über ihre Schreiberfahrungen austauschen. Die Teilnehmenden treffen sich einmal im Monat, nehmen zeitgenössische Poetiken unter die Lupe und loten poetische Formregeln aus. Bei einer öffentlichen Abschlusslesung tragen sie ihre erarbeiteten Texte vor. Die Arbeit an der eigenen Performance ist dabei Teil der Ausbildung. Geleitet wird die Werkstatt von einer Dichterin oder einem Dichter, deren Werke avanciert und für die zeitgenössische deutsche Lyriklandschaft relevant sind.

Im Rahmen der Open Poems können junge Dichter:innen von 23 bis 28 Jahren jedes Frühjahr kostenfreie Lyrikwerkstätten im Haus für Poesie besuchen. Unter der Anleitung professioneller Dichter:innen werden einmal im Monat gemeinsam Gedichte diskutiert, poetische Strategien gefunden, Performances ersonnen und Kontakte geknüpft.

Young Poems I

Anna-Sofia Fritschle

sie/ihr; geboren 2002. Aktuell wohne ich in Berlin und studiere Rechtswissenschaften. Meine Texte entstehen aus dem Wunsch heraus, aus trockenharter Logik auszubrechen und Realität in ihrer Bildhaftigkeit und Wucht zu begreifen und dem Interesse an dem alltäglich Banalen, das beim genaueren Hinschauen eine ganze Welt aufschlagen lässt. Aktuell ist das: Definier- und Undefinierbares, Umbrüche, Graben, Hinterhöfe, Zwischentöne, Wind- und Wassermassen. Diesen Herbst habe ich mit einem Freund ein Zine mit Texten (englisch) über die Stadt Wrocław (Polen) herausgebracht, wo ich das vergangene Jahr gelebt habe.

© Tobias Metz

Julian Sebastian Fröhling

Julian Sebastian Fröhling ist 2004 bei Freiburg geboren und studiert im dritten Semester Germanistik in Leipzig. Er schreibt Lyrik und Prosa, mit zunehmend verschwimmenden Grenzen. Texte sind in verschiedenen Literaturzeitschriften und in Wettbewerbsanthologien, wie der des Treffens Junger AutorInnen 2021 und 2024 erschienen. Momentan entsteht ein größerer Prosatext.

Margarita Artemenko

Margarita Sergueevna Artemenko ist ein Produkt ihrer Migrationsgeschichte und interkultureller Prägungen: Sie lebt seit 2018 in Berlin, wuchs seit sie drei Jahre alt war in Düdelingen, Luxemburg auf, doch ist sie 1999 in Volgodonsk, Russland geboren- in einer Familie, die wenige Jahre zuvor aus Kirgistan zugezogen war. Neben ihrem sozialwissenschaftlichen Studium mit soziologischem Fokus, versucht sie durch eine symbolische und gefühlsbetonte Erkundung des Selbst und des Anderen der Entzauberung der Welt entgegenzuwirken.

Kate Roller

Kate ist in Stuttgart geboren und aufgewachsen. Heute studiert sie in Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Geschichte. Nebenbei schreibt sie Gedichte und interessiert sich dabei für ein bildhaftes Schreiben, für brüchige Formen, das Ertasten von Wörtern und für die die Beziehung zwischen Alltäglichem und Absurdem.

Lisa Rönecke

Ich bin Lisa, 21 Jahre alt, (un)glückliche TU-Studentin und ebenso glückliche Besitzerin einer kleinen Fossiliensammlung! Ich gehe gerne zelten, tanzen, probiere mich am Segeln und kochen und habe bisher noch keine größeren Unfälle im Labor verursacht, in dem ich gerade ein Praktikum absolviere. Mit dem Schreiben habe ich vor 2 Jahren angefangen, inspiriert dazu hat mich die Schreibwerkstatt. Ich schreibe gerne humorvolle/sarkastische Texte und experimentiere mit Gedichten, manchmal auch zweisprachig!

Merit Lachmann

© Natalia Reich

Stella Marie Schmidt

Geburtsjahr 2003
Studium Kombi-Bachelor Allgemeine und
Vergleichende Literaturwissenschaft
Filmwissenschaft
Freie Universität
Mir ist es sehr wichtig, Bereiche der Literatur und Lyrik für alle möglichen Zielgruppen nahbar zu machen und will gerne selbst Teil davon sein. Auch Sichtbarkeit für neue Künstler*innen scha_en ist von großer Bedeutung. Auch wenn es mal stressig wird, kann ich damit gut umgehen. Ich bin immer gespannt für neue Texte, ganz egal welcher Art und denke auch selbst gerne kreativ mit.

© Michael Kuchinke-Hofer

Stephanie Borges Teixeira

AUSBILDUNG
MITTLERER SCHULABSCHLUSS
2016 – 2017 Oeiras, Portugal
MIDDLE YEARS DIPLOMA Oeiras International School
ABITUR
2017 – 2020 Oeiras, Portugal
INTERNATIONAL BACCALAUREATE DIPLOMA Oeiras International School
BAKKALAUREUS
1 SEP 2020 – 28 JUN 2024 Amsterdam, Niederlande
BACHELOR IN LITERARY & CULTURAL STUDIES University of Amsterdam

Valeriia Kokorina

Valeriia wurde 2006 geboren und lebt derzeit in Berlin. Sie ist Künstlerin und liebt alles im Bereich Design, Galerie, Besucherbetreuung, Kulturvermittlung und Veranstaltungsorganisation und arbeitet für Lesereihen und das Haus für Poesie.

© Andrea Vollmer

Young Poems II

Ajda Coşar

Ajda Coşar ist Masterstudentin der Psychologie und kreative Schreibende aus Köln. Ihr Schreiben bewegt sich zwischen Prosa und Lyrik - ist laut, formspielend, verstehend und suchend zugleich. Ihre Arbeiten werden ausgestellt und in Literaturzeitschriften veröffentlicht (zuletzt in der „BRACHE“). Plurilingualität spielt in Ajdas Alltag eine große Rolle. Sie gibt dazu nicht nur Workshops, sondern verarbeitet dieses Thema auch literarisch.

Idil Korkut

Idil Korkut (sie/ihr) wurde 1999 in Istanbul geboren und wuchs dort auf. Sie hat Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin studiert und macht nun einen Master.

Lasse Alexander Kühnel

Lasse Alexander Kühnel (er/they) ist in Gießen geboren, in Salzböden aufgewachsen, in Lollar zur Schule gegangen und hat in Marburg studiert. Er macht Kaffee und Musik und schreibt ab und zu Texte über die Pragmatik der Zärtlichkeit. 2023 war er Preisträger beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen und 2024 Teil der young poems II am Haus für Poesie. Lasse lebt in Berlin

Laurent Weißenberger

Seit 26 Jahren träumt sich Laurent Weißenberger durch blaue Blumenfelder, seit 6 Jahren bringt er diese Träume in Schriftform. Er ist mit einem Bruder in Mainz, Bonn und Limburg aufgewachsen und studiert zurzeit in Berlin Internationale Beziehungen. Er nahm bereits 2024 an den Young Poems teil und möchte 2 Jahre später den Sprung ins nun lauwarme Wasser wagen.

Lena Rothwinkler

Ich schreibe Lyrik oft über Trauriges, Traumata, weil darin chiffriert, mit Widersprüchlichkeiten spielend, über Beziehungen, die ich nicht führe, Sex, den ich nicht habe und irgendwas dazwischen, meistens privat, aber immer politisch, weil das Private politisch ist.

Lenny Semmler

Ich bin 2002 in Berlin geboren, schreibe Poesie, Kurzgeschichten und Drehbücher und realisiere Kurzfilme. Aufgewachsen in Kreuzberg/ Neukölln, zwischen Umzügen, Musik, Aktivismus, dem Stillstand der Lockdowns, suchte ich schon früh in Sprache und Bild nach Formen von Erinnerung und Zugehörigkeit. Seit 2025 studiere ich Regie und Drehbuch an der Filmarche sowie Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Lizzie Renger

Lizzie Renger wuchs in Berlin auf, wo sie heute Psychologie, Literaturwissenschaften und Philosophie studiert. Sie schreibt Lyrik sowie Prosa und beschäftigt sich mit Formen des Leisen und Unsicheren. Zudem übersetzt sie Literatur aus dem Persischen und hat unter anderem an der Anthologie Sei neben mir und sieh, was mir geschehen ist (Verbrecher Verlag 2024) mitgewirkt.

Otti Schollek

Otti Schollek *2001 schreibt lyrisch, szenisch, einsam & kollektiv. Aktuell interessiert sich Otti v.a. für das Erforschen der Körperlichkeiten von Sprache & Schrift, sowie ihrer Übersetzung & Transformation. Diese Befragung findet für Otti auch im Kontext der Auseinandersetzung mit Ästhetik & Bedingungen von krankem & behindertem Schreiben statt. Zusätzlich spielt, inszeniert und konzipiert Otti mit Theater-Verbündeten Bühnenformate, zuletzt für das intergenerationale Stadtensemble Generationen des Theaters Osnabrück und als Teil des Kollektivs BUNDESJUGENDTUSSI. Seit 2023 studiert Otti am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Souat Eslek

Souat Eslek, Jahrgang 03
freier Theatermacher und Schriftstellerin, lernt, entdeckt, erfindet, studiert, zieht weiter. veröffentlicht in verschiedenen Anthologien, Stücken und online

Stella Ruszkowski

Stella Ruszkowski (*1997) lebt in Berlin. Stella hat Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin sowie den MFA Körper, Theorie und Poetik des Performativen an der Kunstakademie Stuttgart studiert. Deren Studium wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert. Stellas Texte nehmen oft deren widerständigen Körper zum Ausgangspunkt. Stella veröffentlicht sie oft auch verkörpert in Form von performativen Lesungen und Soundinstallationen.

Thea Steimer Thorson

Thea Steimer Thorson wird 2001 in Berlin geboren. Sie schreibt seit 2014 Songs, erst für ihre Band „The Dragonflies“, später als Solo-Musikerin und produziert Musikvideos, darunter das preisgekrönte „Train Girl“. 2022 ist sie Finalistin beim U20-Wettbewerb für deutschsprachige Slam-Poesie. Parallel dazu arbeitet sie an Kurzfilmen und veröffentlichte Lyrik und Prosa in Anthologien und Magazinen. Seit 2023 studiert sie Drehbuch an der DFFB.

Open Poems

Anna Hattler

Anna Cristina Hattler (2002), eigentlich 0221, aber schon länger 030. Hat eine komplexe Beziehung zu Literatur, so wie eigentlich zu allen Dingen. Beschäftigt sich aktuell mit Gesetzestexten.

Bogdan Burghelea

Bogdan Burghelea (1999, Galatz) studierte Germanistik, Lusitanistik und Psychopädagogik in Tübingen und Bukarest. Derzeit ist er Lehrbeauftragter und Doktorand an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Projekt zur Queeren Romantik. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit arbeitet er an einem Gedichtband mit dem Arbeitstitel „Der tote Hund fällt in den Kreis". Eine Selbstmythologie sowie an einem Romanprojekt mit dem Arbeitstitel Der Ausgangsfall.

Finja Knibbe

Finja Knibbe, geboren 2002, wuchs bei Dresden auf und studierte Psychologie in Greifswald und Tübingen. In Tübingen besuchte sie Seminare am Studio Literatur und Theater. Seit diesem Jahr studiert sie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt vor allem Lyrik, interessiert sich jedoch für das Ineinandergreifen verschiedener Gattungen.

Greta Dassler

Greta Dassler (*2000) studierte nach einer vorzeitig beendeten Bildhauereiausbildung Philosophie in Leipzig und Berlin. Machte dabei einen kurzen Abstecher ans DLL. Derzeit studiert sie Bildende Kunst in der Klasse für Fotografie, Video und Sound an der Universität der Künste Berlin. In ihrer Arbeit entwickelt sie ausgehend von eigenen und fremden Texten und Gedichten multimediale Installationen.

Hannes Zawodnik

Hannes Zawodnik studierte deutsche und skandinavische Literatur in Bonn und Bergen. Master der Gegenwartsliteratur an der FU Berlin und ab 2025 Literarisches Schreiben in Hildesheim. Er ist Preisträger des WORTMELDUNGEN-Förderpreises 2025. Teilnahme an Schreibförderprogrammen u.a. bei Silke Scheuermann und Dilek Güngör.

Martha Sappler

Martha Sappler, geb. 2002 in Düsseldorf, studiert und arbeitet am Tübinger Studio Literatur und Theater. Martha ist Mitherausgeber*in und Grafiker*in der Literaturzeitschriften The Open Sewers Collective und Bodensatz, las zweimal beim Hausacher LeseLenz und macht Zines.

Mirek Heißenbüttel

Mirek Heißenbüttel, *1999, wohnt und studiert in Tübingen. Er arbeitet am Studio Literatur und Theater, engagiert sich im studentischen Verein Literatur WG und ist Mitherausgeber der Literaturzeitschriften The Open Sewers Collective und Bodensatz.

Odemar Bühn

Ich wurde 2005 in Berlin geboren. Eines der ersten Worte, die ich als Kind zu sagen lernte, war „Buch!“. Das Staunen über die Welten der Sprache begleitet mich seit damals durchs Leben. Nach dem Abitur lebte ich ein Jahr in den Bergen Nordindiens, was mich stark geprägt hat. Den indischen Sprachen und ihrer Dichtung gilt meine besondere Leidenschaft, vor allem der Urdu-Lyrik. Inzwischen studiere ich Linguistik an der HU Berlin.

Selin Erdogan

* Selin Erdogan (geb. 2004), aufgewachsen in Unterfranken, schreibt zwischen Literatur und Wissenschaft, sowie Prosa und Lyrik in Leipzig. Ihre Themen kreisen um das nie ganz Greifbare des Zwischenmenschlichen und die wiederkehrenden Formen seiner Aufrechterhaltung. Neben Kulturschaffung und -vermittlung initiiert und begleitet sie gemeinschaftliche Denk- und Kunsträume wie die Kulturgarage Ost in Leipzig.