Take Me Back To Nowhere
Songs & Gespräch mit A.S. Fanning
Über den in Berlin lebenden irischen Singer-Songwriter A.S. Fanning ist bereits viel gesagt worden – vor allem über seine warme Baritonstimme, die oft mit Nick Cave und Leonard Cohen verglichen wird. Kurz darauf folgt meist die Bezeichnung „Prince of Darkness“, da er dazu neigt, überwiegend depressive, zugleich aber absolut außergewöhnliche Songs zu schreiben.
Doch sein neues, viertes Album Take Me Back To Nowhere (Februar 2026) enthält noch weit mehr. Im Gegensatz zu seinem dritten Album Mushroom Cloud von 2023, das von einer eindringlichen apokalyptischen Stimmung geprägt ist (und für das er von Far Out Magazine als Songwriter of the Year und für die besten Lyrics 2023 ausgezeichnet wurde), finden sich auf dem neuen Album deutlich optimistischere Momente.
Ein gebrochenes Handgelenk führte zu einem neuen Entstehungsprozess dieser vierten Platte. Die Verletzung machte es unmöglich, während des Schreibens Gitarre zu spielen – und so gaben diesmal nicht, wie es zuvor immer der Fall war, die Gitarrenakkorde den Ton an, sondern die Texte spielten eine aktivere Rolle: Als Papierstapel lagen sie überall auf dem Boden verstreut, vermutlich während A.S. Fanning „in einem dunklen Zimmer saß, die Wand anstarrte und mit sich selbst sprach“. (In seinem Song „Talking To Ourselves“ heißt es: „sitting in a dark room staring at the wall“.)
Großen Einfluss auf sein Schreiben hatten nicht nur spekulative Literatur von Ursula K. Le Guin und J. G. Ballard, die zu stärker synthgetriebenen Klängen in seiner ansonsten eher folk- und rockorientierten Musik führten, sondern auch ein Gefühl von innerem Chaos und Isolation. Das bezieht sich nicht nur auf seine Innenwelt, sondern mehr noch auf eine Welt, in der globale Konflikte und Kriege dominieren, verbunden mit sozialen Medien und künstlich erzeugten Lebensformen. Kein Wunder also, dass Zeilen wie „No one is coming to save us“ oder „Today is for forgetting“ auftauchen – eine Stimmung, die „fits me like a hand in a glove“. Gleichzeitig sind Lichtblicke nie weit entfernt: So führt „I’ve been out in a wilderness of heartbreak and bitterness, and I don’t fear hell or heaven above“ direkt in ein schlichtes „she smiled at me and now I’m in love“.
An diesem Abend wird A.S. Fanning solo einige Songs seines neuen Albums Take Me Back To Nowhere performen und sich mit Dave Gordon, dem Besitzer der Buchhandlung Curious Fox in Berlin, über Songwriting, Literatur und das Eintauchen in das „dear sweet nothing“ unterhalten.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
- A.S. Fanning
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Ort:
WerkStadt Neukölln
Emser Str. 124, 12051 Berlin Neukölln
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Eintritt:
Eintritt frei