Seven Legendary Monsters
Poesiegespräch mit Clara Elena García

Gespräch
Lesung
Poesiefestival Berlin 2026
Atelierraum, silent green
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© Clara Elena García

Clara Elena García ist eine paraguayische Dichterin, die heute in den USA lebt. Ihr Debütband Juego de Palabras (Valparaíso Ediciones, 2023) erschien auf Spanisch. Mit ihrem zweiten Buch Seven Legendary Monsters (Moonrise / Revolutionaries Press, 2025) vollzog sie einen Sprachwechsel: Es ist auf Englisch geschrieben und verhalf ihr zum internationalen Durchbruch.

Die titelgebenden sieben Monster entstammen der Guaraní-Mythologie, deren Ursprünge zeitlich weit vor der europäischen Kolonisierung Südamerikas liegen. Diese Figuren sind bis heute ein wichtiger Bestandteil paraguayischer Folklore, auch wenn ihre Geschichten im Laufe der Jahrhunderte durch schriftliche Aufzeichnungen von Missionaren und Kolonialbeamten verwässert wurden. García unternimmt in ihrem Buch den Versuch einer Revitalisierung, indem sie die Monster selbst sprechen lässt und ihren Ursprungsmythos feministisch umdeutet.

Dabei begegnet sie den stigmatisierten Kreaturen mit Mitgefühl: "how does one / look beyond / the horror to see the broken / heart within". Zugleich nähert sie sich ihrem Schicksal ausgehend von der Mutterfigur Keraná, der schlafenden Schönheit, die vom bösen Geist Tau entführt und geschwängert wird. Ihre Kinder tragen Namen wie Teju Jagua oder Mbói Tu'ĩ. Es sind Chimären mit Hunde- oder Papageienköpfen, Mischwesen aus verschiedenen Tierarten – phantastische Charaktere mit mehr Attributen als jeder Marvel-Schurke: "cursed with / scales, fang / and fear". García selbst beschreibt ihr Projekt so: "Seven Legendary Monsters dringt tief in die Psyche der Menschheit ein und stellt die Frage: Was wäre, wenn die wahren Monster in uns allen leben?"

Die Gedichte der Veranstaltung wurden eigens für das Poesiefestival Berlin übersetzt.

Clara Elena García im Gespräch mit Ricardo Domeneck

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.