Vocations 2024
Was 2023 in den Salons von Vocations begonnen hatte, wurde 2024 zu einem eigenständigen offenen Format: Vocations – open space. Vier Abende in der Kuppelhalle des silent green öffneten den Raum für Experimente an den Schnittstellen von Poesie, Musik, Klang und Performance.
Das Spektrum reicht von klassischem und zeitgenössischem Lied über Neue Musik, Soundpoesie und Klangkunst bis hin zu Singer-Songwriting, Spoken Word und Performance-Poesie. Gemeinsam ist den Beiträgen die Auseinandersetzung mit Sprache als Klang, mit der Stimme als künstlerischem Medium und mit den vielfältigen Möglichkeiten, Poesie performativ erfahrbar zu machen.
Mehrmals im Jahr kamen in der Kuppelhalle des silent green bis zu zwanzig Künstler:innen unterschiedlichster Disziplinen zusammen, um aktuelle Arbeiten und neue künstlerische Ansätze zu präsentieren. Die Abende bieten Einblicke in internationale Entwicklungen an den Schnittstellen von Literatur, Musik und Performance und verstehen sich zugleich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Vernetzung. In der Tradition der literarischen und musikalischen Salons endet das Programm nicht mit den künstlerischen Beiträgen: Bei Getränken und Fingerfood, die im Ticketpreis enthalten sind, kommen Künstler:innen und Publikum miteinander ins Gespräch, knüpfen neue Kontakte und setzen den transdisziplinären Austausch in informeller Atmosphäre fort.
Ein wesentliches Merkmal von Vocations – open space blieb dabei die Offenheit des Formats. Ein Teil der Beiträge entstand über einen Open Call, andere Künstler:innen wurden aus einem weit verzweigten Netzwerk eingeladen. So begegneten sich etablierte und jüngere Positionen, Berliner Künstler:innen und internationale Gäste, unterschiedliche Generationen und sehr verschiedene künstlerische Hintergründe.
Viele Besucher:innen kamen zunächst wegen einer bestimmten Performance und blieben für den ganzen Abend. Genau darin liegt eine der besonderen Qualitäten von Vocations: Das Format schafft Situationen, in denen man sich auf etwas einlassen kann, das nicht unbedingt den eigenen Hör- und Sehgewohnheiten entspricht.
Vocations – open space ist eine Reihe des Haus für Poesie in Kooperation mit JUNGE AKADEMIE, Akademie der Künste, Berlin, silent green Kulturquartier, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf und ist gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin im Rahmen der Spartenoffenen Förderung.
Vocations – open space wurde konzipiert durch das Haus für Poesie und wird von einem Team kuratiert (Timo Berger, Tomás Cohen, Lena Hintze, Katharina Schultens) sowie auf Basis von Empfehlungen des Kooperationspartnernetzwerks.